Bignia Wehrli
«Zwischenräume»
01.09. – 30.11.24
Die Ausstellung
Bignia Wehrli untersuchte in «Zwischenräume» die unsichtbaren Grenzen des städtischen Alltags – jene Lücken zwischen Gebäuden, zwischen Menschen, zwischen Momenten, die wir meist übersehen. Für die Kunstkästen Schaffhausen entwickelte sie acht ortsspezifische Textilinstallationen, die sich jeweils mit einer anderen Form von Zwischenraum auseinandersetzten.
Die Arbeiten bestehen aus handgefärbten Leinengeweben, die mit Fadengespinsten, Einschnitten und Öffnungen durchzogen sind. Das Material ist präsent und entzieht sich gleichzeitig – es lädt ein, durch die Lücken hindurchzublicken, die Schichten dahinter wahrzunehmen. Wehrli interessiert sich für das Dazwischen nicht als Mangel, sondern als Möglichkeitsraum.

Über die Künstlerin
Bignia Wehrli (*1976, Chur) lebt und arbeitet in Zürich. Sie studierte Textildesign an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel sowie Freie Kunst an der Akademie der bildenden Künste Wien. Ihre Arbeiten befinden sich in mehreren öffentlichen und privaten Sammlungen in der Schweiz und in Deutschland.
Wehrli arbeitet vorwiegend mit Textil als skulpturalem Medium. Sie interessiert sich für die physische Qualität von Geweben – ihre Transparenz, ihre Spannung, ihre Fähigkeit, Licht zu filtern und Raum zu gliedern. In «Zwischenräume» trat erstmals der öffentliche Stadtraum als Bespielungsort in den Vordergrund.

Begleitprogramm
Eine Auswahl von früheren Arbeiten Wehrlis war während der gesamten Ausstellungszeit in der Vebikus Kunsthalle zu sehen. Die Rauminstallation «Fuge» (2022) bildete den innenstädtischen Gegenpol zu den Interventionen im öffentlichen Raum.
Standorte
Die Ausstellung wurde ermöglicht durch die Kulturförderung des Kantons Schaffhausen und die Stiftung Temperatio.
Eintritt frei – Die Kunstkästen sind rund um die Uhr zugänglich